ETF-Sparplan Guide

Schritt für Schritt zu deinem ersten Depot und ETF-Sparplan.

Zur Anleitung

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen Index wie den MSCI World nach und sind eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, breit gestreut in viele Unternehmen gleichzeitig zu investieren.

In 5 Schritten zum Sparplan

  1. Depot eröffnen: Vergleiche Anbieter vor allem nach Kosten für Depotführung und Sparplanausführung sowie nach der ETF-Auswahl. Dein Depot ist übrigens Sondervermögen: Geht der Broker pleite, gehören die Wertpapiere weiterhin dir.
  2. ETF auswählen: Ein Klassiker ist der MSCI World mit rund 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Achte auf die laufenden Kosten (TER), die Fondsgröße und darauf, ob der ETF Erträge ausschüttet oder wieder anlegt (thesaurierend).
  3. Sparrate festlegen: Starte mit einem Betrag, den du jeden Monat sicher entbehren kannst – auch in Monaten mit unerwarteten Ausgaben. Viele Anbieter ermöglichen Sparpläne schon ab kleinen Beträgen.
  4. Sparplan im Depot einrichten: Den Sparplan legst du direkt bei deinem Broker an. Er kauft dann automatisch jeden Monat Anteile für den festgelegten Betrag.
  5. Freistellungsauftrag erteilen: Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Damit das automatisch berücksichtigt wird, brauchst du einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker.

Und dann? Dranbleiben.

Der größte Vorteil eines Sparplans ist, dass er automatisch läuft. Die größte Gefahr ist, ihn in einer Krise panisch zu stoppen.

Die Risiken

Auch breit gestreute ETFs schwanken. In Börsenkrisen sind Kursrückgänge von 30 % bis 50 % möglich, und es kann Jahre dauern, bis Verluste wieder aufgeholt sind. Ein ETF-Sparplan eignet sich deshalb vor allem für Geld, das du langfristig nicht brauchst – idealerweise zehn Jahre oder mehr.


Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage- oder Steuerberatung.